Geschichte Deisslingen

Das Pfarrdorf Deißlingen ist eines der ältesten im ehemaligen Oberamt Rottweil, erstmals genannt im Jahr 802 unter dem Namen Vila Tussenlinga. Noch älter sind Funde aus der Römerzeit (z. B. Badanlage unter der katholischen Kirche) und der Besiedlung durch die Alemannen (Gräber 1930 und 1990 freigelegt).

Später gelangte Deißlingen durch Schenkungen und Verkauf aus kirchlichem, klösterlichem Besitz in reichsstädtischen, rottweilerischen Besitz, aus dem es sich Ende des 18. Jahrhundert in die Selbstverwaltung lösen konnte. Anschließend gehörte der Ort zum Oberamt Rottweil, dem Vorläufer des gleichnamigen Landkreises, in dem das Oberamt 1934 aufging.

Lauffen ob Rottweil wurde erstmals im Jahr 1248 schriftlich erwähnt, verbunden mit einem Güterbesitz des Zisterzienserklosters Salem. Stärker verbunden ist die Ortsgeschichte Lauffens mit dem nahe gelegenen Kloster Rottenmünster, welches viele Besitztümer auf der Gemarkung Lauffen hatte und zu dem es bis zur Gründung des Oberamtes Rottweil auch verwaltungstechnisch gehörte. Der Name geht auf den ehemaligen Wasserfall des Neckars im Ort zurück (siehe auch Wasserfälle in Deutschland und Laufen/Lauffen).

Die heutige Gemeinde wurde am 1. Januar 1974 durch Vereinigung der Gemeinden Deißlingen und Lauffen ob Rottweil neu gebildet.

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